Am Montag, den 29. Januar 2017, veröffentlichte Media Residents die erste von acht Folgen einer Show über das An- und Weiterkommen von Geflüchteten in Deutschland. Diese spielt, wie sollte es anders sein, in einem Amt.

Media Residents präsentiert: Kein schöner Amt

Jilet Ayse hat eine geniale Startup-Idee

„Amt ist richtig hart, ich weiß genau. Ich sitz hier‘ schon seit ich acht bin.“, so beginnt die erste Folge der neuen Webshow von Media Residents. Und weiter: „Irgendwann haben sie mich hier sitzen lassen von, ich schwöre, 8:00 bis 18:00 Uhr. Ich bin fast durchgedreht!“

Doch Jilet Ayse ist bekanntlich ghettolektuell und macht das Beste aus der langen Wartezeit, mit der nicht nur Geflüchtete zu kämpfen haben. Sie gründet ihr eigenes Startup: „Ich ticke mit Wartemarken!“, ruft sie stolz duch das Amt. Und durch die vielen Neuankömmlinge läuft ihr Business von Anfang an mehr als gut.

Ihre Kunden sind zwar häufig „so Armut“, wie sie es formuliert, aber „es eben ist nicht alles Geld, was glänzt. Man muss sich arramgieren und sein Herz öffnen„. Letzteres ist Name und Programm der ersten Episode. Die Wartemarken werden nicht nur verkauft, sondern, wenn es gar nicht anders geht, auch mal gegen einen Fidget Spinner getauscht.

Es ist die Paraderolle für Jilet Ayse, die Kunstfigur der Kabarettistin und Media Residents Projektboschafterin Idil Baydar. Mit multikulti Großstadtcharme und einfach genialer Bauernschläue verkürzt sie die Wartezeit für sich und die Geflüchteten mit abstrusen Erzählungen über das, was sie in der arabischen und der deutschen Kultur erlebt hat; in der Schule, beim Arzt oder mit dem Ordnungsamt.

Das Amt selbst wird hier zum erstaunlichen Spiegelbild einer immer bunter werdenden Gesellschaft. Konkrete Hilfestellungen bieten die eigens produzierten Einspieler über Plattformen, Netzwerke und Initiativen, die sich für Weltoffenheit und Willkommenskultur einsetzen.

In der ersten Folge sind das die Videokurse von Migration Matters, die Refugee Welcome Map vom Verband für interkulturelle Arbeit, die Internetseite willkommenskultur-hamburg.de und die integrativen Hiphop Workshops aus Würzburg. Die ganze Folge jetzt ansehen:

„Es gibt so viele tolle  Angebote, sowohl für Newcomer als auch für junge Medienmacher, aber vielen fehlt einfach die Sichtbarkeit.“, fasst Sophia Oppermann, Geschäftsführerin von Gesicht Zeigen! e.V., das Konzept zusammen. In der Show geht es unter anderem um Willkommenskultur, Arbeit, Medienproduktion, Gesundheit und Verkehr. Auch dem Thema Dating ist eine eigene Folge gewidmet.

Für die Schauspielerin Idil Baydar und ihr alter Ego Jilet ist das Entscheidende, dass es mit Blick auf die unterschiedlichen Kulturen erstens um die Betonung von Gemeinsamkeiten geht und zweitens trotz der Schwere des Themas die Leichtigkeit und der Humor nicht fehlt. „Für alle die behaupten, das Internet ist doch schon voll genug: Wallah, diese Show hat noch gefehlt, ich schwöre!“

John Brüggemann, Media Residents Projektmanager und einer der Produzenten der Webshow ergänzt, dass sich die Fragen und Herausforderungen der Neuankömmlinge, egal aus welchem Kulturkreis, ähneln. „Wir wollen dauerhaft eine Anlaufstelle für die Antworten sein und kooperieren on- sowie offline mit verschiedenen Organisationen. Auch über die Webshow hinaus.“

Eine weitere Besonderheit dieser Produktion ist die Beteiligung von Menschen aus fünf Nationen. Regie führte Benjamin Kahlmeyer, der bereits mit dem hyperbole Format Germania für Aufmerksamkeit in der Szene sorgte.

Acht Folgen der Webshow sind bereits fertiggestellt und werden im Wochentakt auf den Media Residents Kanälen Youtube und Facebook veröffentlicht. Die Episoden werden auf deutsch, englisch, arabisch und persisch untertitelt.

Interviewanfragen & Kontakt:
Bastian Koch
Media Residents Projektbüro
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