Niemand kann besser über Geflüchtete berichten, als sie selbst

Die Themenwoche von Media Residents dreht sich um Initiativen und Angebote für Geflüchtete im Bereich Medien. Unser Media Resident of the Week ist Mohamad Naanaa, er ist Journalist der arabisch sprachigen Zeitschrift Eed be Eed (Übersetzt: Hand in Hand). Die Plattform unterstützt Newcomer in Berlin anzukommen und baut so eine Brücke zur Berliner Gesellschaft.

Hi Mohamad!

Hi. Mein Name ist Mohamad Naanaa, 23 Jahre alt und komme aus Syrien (Aleppo). Ich bin in Deutschland seit über 3 Jahren. Ich studiere Recht und Politik und arbeite als Freiberuflicher Journalist für verschiedene Medien.
Seit einem Jahr arbeite bei der arabisch-sprachigen Zeitung Eed be Eed (übersetzt: Hand in Hand). Eed be Eed ist ein Plattform für Geflüchtete, wo man die Nachrichten und die Ereignisse in Deutschland insbesondere in Berlin lesen kann.
Am Anfang publizierten wir nur Online, aber seit ungefähr 2 Monaten haben wir ein Print Magazin, das komplett auf arabisch ist. Wir sind bei Eed be Eed fast 50 Personen und alle sind freiwillig! Ich bin in dem Journalisten Team. Die Idee hinter diesem Projekt ist, dass wir die Chancen für die Neu Ankommenden sichtbar machen und ihnen die Möglichkeit geben im Journalismus zu arbeiten.

عددنا الجديد قرب يوصل لعندكم انتظرووووووووووناااا

Posted by ‎Eed Be Eed Berlin – إيد بإيد برلين‎ on Samstag, 10. Februar 2018

Von Geflüchteten, über Geflüchteten, für die Geflüchtete, das ist unser Ziel, weil ich denke, dass niemand besser über Geflüchteten berichten kann als die Geflüchteten, da sie die gleichen Problemen oder Situationen kennen. Daneben drehe ich auch mit anderen Journalist für verschiedene Projekte.

Was gefällt dir an Berlin?

Bevor ich in Deutschland ankam, wusste ich nicht, was der Unterschied zwischen Berlin und andere Städte ist. Ich habe mich für Berlin entschieden, da ich hier ein Bekannten hatte und ich fand es besser, wenn ich in eine Stadt fliege, wo ich jemand kenne. Aber nach 3 Jahren fühle ich mich wie ein Berliner, obwohl ich den Berliner dialekt nicht sprechen kann. Ich habe viele Städte in Deutschland besucht, aber Berlin ist immer was anders! Ich studiere zwar in Frankfurt, wohne aber noch in Berlin und möchte auch nicht umziehen. Einfach die schönste Stadt meiner Meinung. Die Multikulti in Berlin gefällt mir am meisten und auch, dass man sich hier nicht Fremd fühlt. Die Berliner Geschichte finde ich krass! Was damals die Berliner erlebt haben, wegen der Mauer, man kann viel von dieser Geschichte lernen. Aber wenn die Deutsch Sprache lernen möchte, finde ich Berlin nicht die beste Stadt, da hier man viel Englisch oder andere Sprache benutzen kann und manchmal ist es nicht so einfach Kontakt mit den Leuten aufzunehmen.

 

Was sind deine Zukunftspläne?

Vor Allem möchte ich mein Studium abschließen und unsere Projekt Eed be Eed weiter entwickeln und auch vielleicht eine Arbeitsstelle bei meinem Lieblingssender in Deutschland (RBB) bekommen. Wer weiß, vielleicht kann ich in der Zukunft ein eigenes journalistisches Projekt  gründen.

Mohamad hat bereits, neben seinen Arbeiten bei Eed be Eed, seine eigenen Medieninhalte veröffentlichen dürfen. Zum Beispiel einen Artikel im neuköllner.net
„Abu Tattoo“: Aleppos Sohn des Tattoos

Zudem hat er den Film Flug 622 nach Riad produziert.

 

Kontakt

Website: eedbeeed.de

Facebook: Eed be Eed

Instagram: eed_be_eed_berlin

Mail: connect@eedbeeed.de

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