Eine Couch zum Thema Integration

Hallo, ich bin die Couch aus “Auf 1 Mate mit Omid”. Es hat nicht für eine Nennung im Titel, nicht mal im Abspann gereicht. Ohne mich hätten die doch auf dem Boden gesessen!

Wie kam es zu der Zusammenarbeit, wie hat man dich entdeckt?

Ach, das übliche. Über das Internet. Gesucht wurde eine Influencer Couch möglichst mit multikulturellem Background, Youtube Erfahrung und einem gewissen Drang zur Selbstdarstellung. Der Deal selbst lief über mein Management.

Was waren die ersten Gedanken?

Wow, endlich bin ich mal ein Testimonial für ein wirklich sinnvolles Projekt. Ich mein Polsterreinigung, Umzugsfirmen und lineares Unterklassenfernsehen sind auch nicht schlecht, aber ich wollte schon immer mal was zum Thema Integration machen. Das Thema ist einfach zu wichtig und immer noch brandaktuell.

Wie lief die Zusammenarbeit mit Omid und Media Residents?

Na ja, Zusammenarbeit … richtig einbezogen wurde ich leider nicht. Dabei war ich schon mal Lichtdouble bei “Wetten dass???” und meine Eltern, Großeltern galten als die Stars in unzähligen erfolgreichen Comedy-Formaten von Eine schrecklich nette Familie bis zur Big Bang Theory. Und ich?

Und Sie?

Ich wurde ignoriert. Das konnte und wollte ich nicht auf mir sitzen lassen.

Der Vertrag mit Media Residents ist gekündigt?

Der Vertrag war auf 14 Folgen ausgelegt. Die sind abgedreht. Omid, die Mate und ich gehen jetzt getrennte Wege. Zur Abschlussparty werden wir uns bestimmt noch einmal freundschaftlich treffen, da springt mir schon keine Feder aus dem Sitz.

14 Folgen, 14 Interviews. Was bleibt besonders in Erinnerung?

Von Jilet Ayse (Star der Webshow Kein Schöner Amt) war ich schwer … na ja … beeindruckt. Ich selbst stand auf zwei Tischen, um möglichst viel Tageslicht abzubekommen. Jilet musste klettern und hätte uns beinahe beide herunter gerissen. Stuntmen gab es in diesem Format ja leider nicht. Ich fühlte mich wie Uma Thurman in Kill Bill.

 

Vielleicht noch etwas schönes oder lustiges?

Ach, schön war es immer mit jungen, weitgereisten, offenen, motivierten Medienmachern, wie Kristin, die ein Fotobuch aus ihrer Zeit in Brasilien herausgebracht hat, da fühlt man sich auch als alte Couch an seine Anfänge erinnert.

Eigentlich waren alle Gäste ziemlich spannend und lustig war es allemal. Bis auf mich hatte eben keiner der Beteiligten Erfahrungen im Couch-Interview-Business. Da war ich als Mentor gefragt, der die Professionalität sicherstellt und den Spaß nicht zu kurz kommen lässt. Stand zwar nicht in meinem Arbeitsvertrag und gedankt hat es mir auch keiner, doch zumindest das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Was haben sie als nächstes vor?

Es müssen nicht immer die Medien sein. Ich kann mir sehr gut vorstellen, in einer Initiative unterzukommen oder in einer WG oder Unterkunft. Die Zusammenarbeit mit Geflüchteten und Newcomern liegt mir. Ich kann gut zuhören, stehe mit allen Beinen im Leben und habe eine Set-Card auf eBay-Kleinanzeigen.

Wir wünschen viel Erfolg!

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