Art. 7.1: Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.

Wana Limar über das Recht auf Bildung

Für uns in Deutschland eine Selbstverständlichkeit, doch in großen Teilen der Welt leider immer noch ein Privileg: der Schulbesuch. Weltweit haben laut der UNESCO 263 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren keinen Zugang zu Bildung.
Als Folge einer unzureichenden Grundbildung können über 750 Mio. Erwachsene weder lesen noch schreiben. Das ist katastrophal, hat doch jedes Kind, jeder Mensch, ein Recht auf Bildung gemäß Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen.
Es ist das Recht, sich selbst durch die Aneignung von Wissen, Fähigkeiten und Kreativität zu verwirklichen und so ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Im deutschen Grundgesetz sucht man einen solchen Artikel vergebens. Doch im Sinne der in der Verfassung geforderten Gleichheit und Gleichberechtigung verbietet es sich, Bildungschancen vorzuenthalten und Bildungsunterschiede zu akzeptieren.
Keine Frage: Bildung gibt Kindern die Chance auf ein besseres Leben. Nur durch Bildung können diese und alle folgenden Generationen ihren Horizont erweitern und die Überzeugung verinnerlichen, die Gesellschaft voranbringen zu können.

>> Wana Limar ist Mitglied und Botschafterin vom Verein Visions for Children e.V. , der sich für Bildungschancen weltweit engagiert und unter anderem das Ziel verfolgt, dass jedes Kind auf der Welt lesen und schreiben kann.

>> Wanas Text über das REcht auf Bildung erschien zuerst in unserem Magazin „Gesicht Zeigen“ zum 70. Jubiläum des deutschen Grundgesetzes. 

Wana Limar Foto (c) Iga Drobisz