Foto © David Baltzer / bildbuehne.de 

Alle Kinder müssen gehört werden.

Vor genau 30 Jahren wurde die UN Kinderrechtskonvention von fast allen Mitgliedsländern der Vereinten Nationen verabschiedet ratifiziert. Nur ein gefühlter Erfolg, denn auch 30 Jahre später sind Kinderrechte in vielen Staaten oft mangelhaft umgesetzt und gesetzlich nicht ausreichend verankert. Zum 50. Geburtstag setzt sich das GRIPS Theater zusammen mit den Kindern dafür ein, den Worten auch Taten folgen zu lassen.

Allerdings ist es ein unangenehmer deutscher Reflex, im internationalen Vergleich auf andere Länder und deren (Fehl-)Leistungen zu schauen; die Klimaziele und der Korruptionsindex von Transparency International seien hier nur beispielhaft genannt. In Zusammenhang mit den Kinderrechten ist Überheblichkeit definitiv fehl am Platz.

Auch hier in Deutschland wurden die Kinderrechte trotz vieler Anläufe noch immer nicht im Grundgesetz festgeschrieben. Und so fragt man sich nicht nur, warum die Grundrechte zwischen »allen Deutschen« und »dem Menschen« unterscheiden, sondern auch, warum Kinder ausschließlich aus den Perspektiven von Erziehungsberechtigten und der staatlichen Gemeinschaft Erwähnung finden (Artikel 6, Absatz 2 ff.).

Es ist längst überfällig, die ratifizierte Anpassung der Grundrechte jetzt auch umzusetzen. Vom Diskriminierungsverbot über die Berücksichtigung des Kinderwillens bis zur Anerkennung des Flüchtlingsstatus – unabhängig davon, ob das Kind unbegleitet oder zusammen mit seinen Eltern oder einer anderen Person in unser Land gekommen ist. 

Wir vom GRIPS Theater fühlen uns seit unserer Gründung 1969 allen Kindern und Jugendlichen, ihren Persönlichkeiten, ihren Wünschen und Ideen verpflichtet. Sie sollen sich emanzipieren dürfen und ein ebenso menschenwürdiges Leben führen wie die Erwachsenen. Dafür müssen wir, die sich für sie einsetzen, und vor allem die Kinder und Jugendlichen selbst diese Rechte kennen und gemeinsam dafür sorgen, dass aus einem 30 Jahre alten Bekenntnis endlich allgemeingültige Rechtsprechung wird.

Philipp Harpain vom Grips Theater will Mitmenschen und Organisationen gewinnen, die sich für eine Grundgesetzänderung einsetzen. (Foto: David Baltzer / bildbuehne.de )

Allen Kindern müssen ihre Rechte gewährt werden.
Alle Kinder müssen ihre Rechte kennen.
Alle Kinder müssen gehört werden.
Beteiligt Euch unter allekinder.grips-theater.de

 

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